Als Tagesgeld Anleger hat man es in den letzten Monat wirklich nicht leicht, weil andauernd Zinskorrekturen vorgenommen werden, die in die falsche Richtung gehen. Bedingt durch geringe Leitzinsen haben die Geschäftsbanken es kaum nötig, um die Einlagen der Kunden zu feilschen, denn sie erhalten sehr günstige Refinanzierungsmöglichkeiten von der EZB. Auch im März 2010 gab es wieder einige Veränderungen der
Tagesgeld Konditionen, die nun kurz vorgestellt werden sollen.
Targobank senkt Tagesgeld Zinsen auf 1,00% p.a.
Die Targobank hat kurz nach ihrer Namensänderung bereits beschlossen, zum 01.03.2010 die Tagesgeld Zinsen von vormals 1,25% auf 1,00% pro Jahr zu senken. Die Verzinsung erfolgt dabei auch weiterhin ab dem ersten Euro und es kann mit der Bankkarte des Girokontos bei der Targobank an allen Geldautomaten Bargeld vom Tagesgeldkonto abgehoben werden, was es noch einmal flexibler erscheinen lässt.
Die Norisbank hat ebenfalls die Zinsen für Tagesgeld gesenkt
Mit der Norisbank hat ein weiterer Tagesgeld Anbieter seine Zinskonditionen nach unten korrigiert, wobei die Zinsen von 1,50% auf 1,40% gesunken sind. Diese Veränderung ist relativ gering, jedoch lagen die Zinsen schon vorher nicht im Top-Bereich, obwohl das Top 3 Tagesgeld der Norisbank eigentlich den Anspruch erhebt, unter einer Auswahl bestimmter Anbieter immer zu den drei zinsstärksten zu gehören. Natürlich erfüllt das Top 3 Tagesgeldkonto auch weiterhin diese Bedingung, wobei in dieser Betrachtung ausländische und kleinere Banken oftmals außen vor gelassen werden, was das Bild leicht verzerrt. Trotzdem kann die Norisbank mit dem Top 3 Tagesgeld ein durchaus attraktives und solides Tagesgeldkonto zur Verfügung stellen.
Bank of Scotland bietet Bonuszahlung noch bis zum 10.03.2010 an
Die Bank of Scotland hatte Ende Februar die Bonuszahlung von 20 Euro für jeden Neukunden noch einmal bis zum 10.03.2010 verlängert. Jeder Neukunde, der bis 10.03.2010 ein Tagesgeldkonto bei der Bank of Scotland eröffnet und bis 10.04.2010 seine erste Einzahlung tätigt, bekommt dabei automatisch 20 Euro gutgeschrieben, die damit natürlich einen einmaligen starken Effekt auf die Rendite ausüben. Beim Tagesgeldkonto der Bank of Scotland sollte zusätzlich beachtet werden, dass die Einlagensicherung nur bis zu einer Summe von 55.000 Euro gilt, weil die Bank of Scotland keine zusätzliche freiwillige Einlagensicherung garantiert.
Der Ausblick - kurzfristige Änderungen sind unwahrscheinlich
Schaut man sich die Tagesgeld Zinsen und ihre Entwicklung in der jüngsten Vergangenheit genauer an, so kann es als sehr unwahrscheinlich angesehen werden, dass es hier kurzfristig Veränderungen nach oben anstehen. Mittelfristig kommt es ganz auf die weitere Zinspolitik der EZB an, denn wenn die Leitzinsen steigen, ist bald auch wieder mit höheren Tagesgeld Zinsen zu rechnen.