Im Tagesgeld-Vergleich geht es natürlich in erster Linie darum, ein attraktives Angebot zu finden, das eine möglichst hohe Rendite mit sich bringt. Doch Vorsicht! Nicht jedes vermeintlich tolle Tagesgeldkonto hält, was es verspricht. Anleger sollten genau darauf achten, nicht auf geschickt formulierte Lockangebote hereinzufallen. Das Kleingedruckte sollte genau geprüft werden.
Tagesgeld-Anbieter stehen unter Druck: Sie befinden sich in einem harten Konkurrenzkampf mit ihren Mitbewerbern und buhlen um jeden neuen Kunden. So vermag es nicht zu verwundern, dass sich die Banken teilweise fragwürdiger Methoden bedienen, um ihre Angebote möglichst positiv auf dem Markt hervorzuheben. Sparer sollten die Tagesgeld-Angebote genau hinterfragen und sich nicht von augenscheinlich hohen Renditen und Traumkonditionen blenden lassen.
Tagesgeldkonto: Top-Zinssatz oft nur für Neukunden
So werben beispielsweise viele Tagesgeld-Anbieter mit einem hohen Zinssatz, der die Wettbewerber in den Schatten stellt. Doch der Zinssatz gilt meist nur für Neukunden: Wer bereits das Tagesgeldkonto eröffnet hat und bei der Bank schon längere Zeit Kunde ist, geht leer aus und muss deutlich schlechtere Konditionen hinnehmen. Der Haken lässt sich allerdings umgehen, wenn noch nicht registrierte Ehepartner oder Kinder das Tagesgeldkonto eröffnen.
Tagesgeld-Zinsen: Dauerhaft hoch oder nur über einen begrenzten Zeitraum?
Häufig freuen sich Anleger auch über einen attraktiven Zinssatz und lassen das Geld dann getrost auf dem Tagesgeldkonto liegen. Womit sie nicht rechnen: Der Zinssatz gilt nur für einen bestimmten Zeitraum. Banken spekulieren darauf, dass Anleger genau diese Begrenzung vergessen und das Geld weiterhin auf dem Tagesgeldkonto liegen lassen. Dann jedoch wird es deutlich schlechter verzinst. Deshalb der Tipp der Anlageprofis: Am besten im Kalender oder in einer Tabelle festhalten, wie lange der Aktionszins gilt. Das Geld dann rechtzeitig umschichten, bevor der miserable Standardzinssatz zum Tragen kommt!
Für welchen Anlagebetrag gilt der Spitzenzinssatz auf dem Tagesgeldkonto?
Nicht selten lassen sich Anleger auch von Zinssätzen blenden, die schließlich nur für eine begrenzte Anlagesumme gelten. So gibt es beispielsweise den Top-Zinssatz bei einigen Banken nur bis zu einem Betrag von 5.000 Euro. Was darüber hinausgeht, wird deutlich schlechter verzinst – der Zinsabschlag beträgt häufig mehr als 50%! Sparer sollten deshalb darauf achten, stets nur so viel Geld auf dem Tagesgeldkonto zu parken, dass sie in den Genuss der hohen Zinsen kommen. Ist mehr Kapital vorhanden, lohnt es sich, mehrere Tagesgeldkonten parallel zu führen – die Kontoführung ist schließlich überall kostenlos.
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