Tagesgeldkonto für die Mietkaution nutzen

Häufig wird eine Kaution fällig, wenn ein neuer Mietvertrag unterzeichnet wird. Damit sichern sich Vermieter gegen Schäden an ihrem Wohneigentum ab-  und können bei entsprechendem Bedarf auf den vom Mieter hinterlegten Geldbetrag zurückgreifen. Die zu zahlende Kaution kann bis zu drei Monatsmieten betragen.

Tagesgeldkonto besser verzinst als Mietkautionskonto

In vielen Fällen wird die Mietkaution auf einem so genannten Mietkautionskonto angelegt. Dort ist das Geld zwar sicher investiert – bringt jedoch kaum Zinsen ein. Meist wird das Mietkautionskonto ähnlich verzinst wie ein klassisches Sparbuch, und bringt damit oftmals weit unter 1,0 Prozent an Zinsen ein, meist liegen die Konditionen sogar unterhalb der 0,5-Prozent-Grenze. Es kann sich daher lohnen, zu vereinbaren, dass die Mietkaution auf einem Tagesgeld-Konto angelegt wird. Auch hier ist das Geld sicher angelegt, erwirtschaftet jedoch eine weitaus höhere Rendite. Aktuell sind Zinsen von deutlich über 2,0 %  p.a. erhältlich – und damit ein Vielfaches von den Zinsen, die das Mietkautionskonto gewährt.

Tagesgeldkonto: Sicherheit für Mieter und Vermieter

Wie auch das Mietkautionskonto, so wird auch das Tagesgeldkonto auf den Namen des Mieters eröffnet, wobei das Konto jedoch nach Eröffnung an den Vermieter verpfändet wird. So stehen zwar dem Mieter die Zinsen zu, er kann jedoch nicht ohne Erlaubnis des Vermieters auf das Geld zugreifen. Im Gegenzug darf auch der Vermieter nicht ohne Zustimmung des Kontoinhabers über das Kapital verfügen. Für die Verpfändung gibt es bei den meisten Kreditinstituten entsprechend vorgefertigte Formulare, die die Angelegenheit regeln. Ansonsten kann auch eine eigene Verpfändungserklärung aufgesetzt werden.

Weitere Alternativen zum klassischen Mietkautionskonto

Um das Tagesgeldkonto als Mietkautionskonto zu nutzen, muss sich der Vermieter allerdings einverstanden erklären. Der Mieter hat kein Recht darauf, die Mietkaution auf einem solchen Konto anzulegen. Alternativ können, bei gegenseitigem Einverständnis zwischen Mieter und Vermieter, auch andere Geldanlagen wie Festgelder oder Bausparverträge für die Anlage der Mietkaution verwendet werden.