Tagesgeld ist eine Geldanlage, die durch eine gute Kombination aus Sicherheit, Rendite und Flexibilität eine beachtliche Beliebtheit errungen hat. Leider sind die Tagesgeld Anleger in Bezug auf die Zinspolitik der Anbieter schon seit zwei Jahren nicht gerade verwöhnt worden und nun folgt die nächste negative Nachricht, da diesmal die Comdirect Bank vor allem den Bestandskunden die Tagesgeldzinsen kürzen muss. Bisher galt für Einlagen zwischen 5.000 und 30.000 Euro ein einheitlicher Zinssatz in Höhe von 1,20% und erst zwischen 30.000 und 50.000 Euro gab es nur 1,00% pro Jahr. Dies wird ab sofort geändert und die 1,00% gelten bereits zwischen 5.000 bis 50.000 Euro.
Der Höchstzinssatz von 2,10% gilt nach wie vor nur bis 5.000 Euro Einlage
Mit der Zinssenkung büßt das Tagesgeld der Comdirect Bank gerade bei Einlagen zwischen 5.000 und 50.000 Euro an Attraktivität ein. Der durchaus interessante Höchstzins von 2,10% p.a. gilt hingegen weiterhin nur bis zu einer Anlagesumme von 5.000 Euro. Vor allem Kleinanleger mit geringer Kapitalbasis können bei der Comdirect Bank also von der dortigen Zinsstaffel profitieren, wohingegen eine höhere Geldanlage auf dem Tagesgeldkonto nur bedingt interessant ist. Einlagen über 50.000 Euro werden gar nur mit 0,50% pro Jahr vergütet, was jedoch auch schon vor Änderung der Zinsstaffel gültig war.
Die Zinssenkungswelle scheint weiter ihre Kreise zu ziehen
Nachdem bereits in der letzten Woche 3 Tagesgeldanbieter angekündigt hatten, ihre Tagesgeldzinsen zu senken, scheint die Welle der negativen Nachrichten aktuell einfach nicht abzureißen. Es bleibt zu hoffen, dass dies für längere Zeit die letzte Runde der schlechten Zinsmeldungen war und dass nun die Talsohle überschritten ist. Aktuell gibt es zwar noch keine Anzeichen für eine Verbesserung der allgemeinen Zinssituation, jedoch sollte der Spielraum nach unten aufgrund der niedrigen Leitzinsen langsam ausgereizt sein.
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